Nach der inhalativen Anwendung von Kortison: Nachspülen nicht vergessen!

 

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Asthma bronchiale, eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, ist weit verbreitet. Man geht von etwa acht Milliarden Menschen aus, die alleine in Deutschland davon betroffen sind. Hustenanfälle, die Luft wird knapp, die Bronchialschleimhaut schwillt an, die Atemwege sind verengt und ziehen sich krampfartig zusammen, zäher Schleim wird vermehrt produziert. Auch die chronisch obstruktive Atemwegserkrankung COPD hat ähnlich belastende Auswirkungen.
In solchen Fällen stellen Glucocorticoide (Kortison), per Aerosolspray oder Pulverinhalator verabreicht, meist einen wesentlichen Teil der (Langzeit-)Behandlung dar. Regelmäßig angewendet, drängen sie die Entzündung und somit den Auslöser der Beschwerden zurück. Gefährliche Anfälle von Atemnot können so verhindert werden. Die ärztlich angeordnete Behandlung mit einem Kortison-Inhalat (teils in Kombination mit einem die Atemwege erweiternden Spray) sollte daher nicht „auf eigene Faust“ unterbrochen oder abgesetzt werden.
Kortison ist ein (Wirk-)Stoff, den unser Körper (in Form von Kortisol) selbst in der Nebenniere produziert, um Entzündungsreaktionen zu reduzieren. Ebenfalls hat dieses Hormon eine regulative Funktion bezüglich Stoffwechsel und Immunsystem. Für die Verwendung in Medikamenten wird es künstlich hergestellt.
Kortisonhaltige Arzneimittel werden von manchen Benutzern kritisch betrachtet. Im Falle der inhalativen Anwendung aber gelangen die Wirkstoffe direkt dahin, wo sie gebraucht werden: In die Atemwege bis zur Lunge. Im Gegensatz zu einer Einnahme über Tabletten landen also nur winzige Mengen des Kortisons über die Schleimhäute im Blutkreislauf, so dass diese Therapie über längere Zeiträume bedenkenlos durchgeführt werden kann – vorausgesetzt, die Anwendung wird korrekt durchgeführt.
Die richtige Inhalations-Technik ist enorm wichtig; ob Dosieraerosol oder Pulverinhalator, vor Beginn der Behandlung sollte man sich vom Arzt oder Apotheker die Handhabung genau erklären lassen und die erste Anwendung in der Praxis/Apotheke möglichst unter Aufsicht durchführen. Auch Reinigungshinweise sind zu beachten, damit sich im Mundstück keine Wirkstoffreste ablagern. Wenn nämlich wiederholt Kortison im Mund- und Rachenraum verbleibt, anstatt sich in den Atemwegen zu verteilen, kann dies zu Mundsoor (oraler Candidose) führen. Erkennbar an einem weiß-gelblichen zähen Belag auf geröteter Mundschleimhaut, führen. Auch der Speichelfluss wird durch die Glucocorticoide gehemmt, Mundtrockenheit kann die Folge sein.
Doch sowohl gegen die Mundtrockenheit als auch gegen die Entwicklung einer oralen Candidose hilft ein simpler „Trick“: Nach jeder Inhalation entweder die Zähne putzen oder den Mund gründlich mit Wasser ausspülen. Auch das Einnehmen einer Mahlzeit nach dem Inhalieren hilft, den Verbleib von Kortison an Stellen, wo es nicht hingehört, zu verhindern.
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